In jedem Dorf siedeln sich frei lebende Tiere an: Tauben, Enten, Eichhörnchen, aber auch Ratten.
Die Nager sind für Menschen in der Regel nicht gefährlich. Sie können jedoch wirtschaftliche Schäden verursachen, zum Beispiel durch die Beschädigung von Kabelkanälen oder bei der Nahrungsmittelproduktion.
Wir Menschen beeinflussen - bewusst oder unbewusst - unsere Umgebung. So tragen wir dazu bei, für die frei lebenden Tiere gute oder schlechte Lebensbedingungen zu schaffen, auch für Ratten.
Essens- oder Tierfutterreste sind für die allesfressenden Nagetiere ein Festmahl. Sie kehren immer an Orte zurück, an denen sie Futter gefunden haben, und ihre Anzahl nimmt dort zu. Deswegen müssen alle mithelfen, damit das nicht passiert. Sie können vorbeugen.
Mülltonnen und Container im Ortsgebiet
Halten Sie die Abfallbehälter fest verschlossen.
Lassen Sie defekte Abfallbehälter reparieren oder austauschen.
Überquellende Abfallbehälter und neben den Behältern abgelegter Müll
Entsorgen Sie Müll ausschließlich in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter - nie daneben!
Halten Sie die Abfallbehälter fest verschlossen.
Lagern Sie weitere Müllbehälter bis zur regulären Abholung für Ratten unzugänglich.
Essensreste auf dem Kompost
Speisereste gehören in die dafür vorgesehenen Biotonnen.
Futterreste beim Füttern von Katzen oder anderen Haustieren / Vogelfutter bei der Winterfütterung
Lassen Sie keine Futterquelle für Haustiere oder Vögel unkontrolliert offen stehen!
Die Kanalisationsnetze bieten Ratten ungestörte Rückzugsmöglichkeiten. Wenn dann auch noch Lebensmittelreste über die Toilette entsorgt werden, wird der Lebensraum perfekt.
Organische Abfälle und Essensreste dürfen nicht über die Toilette entsorgt werden.
Wohnungen und Häuser bieten Tieren oft Schlupflöcher.
Achten Sie in Ihrem Wohnumfeld auf Hygiene und Sauberkeit.
Verschließen Sie offene Stellen jeder Art (etwa Öffnungen zur Lüftung) in Erdbodennähe mit engmaschigen Gittern, damit Ratten nicht in die Gebäude gelangen können.
Bei der Fütterung von Tauben, Enten und Gänsen bleiben Reste übrig. Auch achtlos weggeworfene Pausenbrote oder Obstreste ernähren Ratten.
Füttern Sie bitte keine Tiere in Parks, Grünanlagen oder auf öffentlichen Plätzen.
Das Taubenfüttern in Parks und Grün- und Erholungsanlagen ist verboten.
Mäuse und Ratten können nicht nur Schäden an Gebäuden verursachen, sondern auch Krankheitserreger übertragen. Das Umweltbundesamt weist deshalb darauf hin, dass bei einem Befall zunächst vorbeugende und nicht-chemische Maßnahmen im Vordergrund stehen sollten.
Bereits einfache Maßnahmen können helfen, einen Befall zu vermeiden. Dazu gehören das sichere Lagern von Lebensmitteln, das Verschließen von Müllbehältern sowie das Abdichten möglicher Zugänge an Gebäuden. Auch das Beseitigen von Versteckmöglichkeiten erschwert Nagetieren die Ansiedlung.
Lässt sich ein Befall dennoch nicht vermeiden, sollten zunächst mechanische Fallen eingesetzt werden. Der Einsatz von Mäuse- oder Rattengift sollte erst erfolgen, wenn andere Maßnahmen nicht zum Erfolg führen. Giftköder dürfen ausschließlich entsprechend der Gebrauchsanweisung verwendet werden. Sie sind in geeigneten Köderstationen auszulegen und müssen so platziert werden, dass Kinder, Haustiere und andere Tiere keinen Zugang haben.
Besondere Vorsicht ist beim Umgang mit Giftködern geboten. Tote Nagetiere und nicht verbrauchte Köder müssen regelmäßig entfernt und ordnungsgemäß entsorgt werden. Nur so lassen sich Gefahren für Haustiere und wildlebende Tiere vermeiden.
Bei einem größeren oder wiederkehrenden Befall empfiehlt das Umweltbundesamt, eine professionelle Schädlingsbekämpfung zu beauftragen.
Den vollständigen Ratgeber mit weiteren Informationen und praktischen Tipps stellt das Umweltbundesamt online zur Verfügung: