Gemeinsam die Zukunft gestalten: Gemeindeentwicklungskonzept verabschiedet

Gemeindenachricht

Gemeinderat beschließt Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzepts – wichtige Leitlinien für die kommenden Jahre

Wie soll sich Elchesheim-Illingen in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Themen sind den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig? Und wo liegen die Chancen und Herausforderungen für unsere Gemeinde?

Mit diesen Fragen hat sich die Gemeinde Elchesheim-Illingen in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. In seiner Sitzung am 14. September 2026 hat der Gemeinderat nun die Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzepts (GEK) verabschiedet und damit einen wichtigen Orientierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde geschaffen.

Das Gemeindeentwicklungskonzept betrachtet die Gemeinde ganzheitlich. Neben einer umfassenden Bestandsaufnahme und Analyse wurde auch das bisherige Gemeindeentwicklungskonzept aus dem Jahr 2015 überprüft. Die Erkenntnisse daraus wurden mit den aktuellen Entwicklungen und den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung zusammengeführt. Das neue GEK bildet damit eine Grundlage für die kommunalen Entscheidungen und Projekte der kommenden 10 bis 15 Jahre.

Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden

Ein wichtiger Bestandteil der Fortschreibung war die Beteiligung der Bürgerschaft. Zwischen November 2025 und Januar 2026 konnten sich die Einwohnerinnen und Einwohner im Rahmen einer Online- und Papierumfrage zu verschiedenen Themen der Gemeindeentwicklung äußern. Insgesamt gingen 214 Fragebögen ein.

Die Themen reichten von Wohnen und Verkehr über öffentliche Räume und Grünflächen bis hin zu Daseinsvorsorge, Gemeinschaft und den Zukunftsvorstellungen für Elchesheim-Illingen.

Ergänzend fand am 26. Januar 2026 eine öffentliche Beteiligungsveranstaltung im Bürgerhaus statt. Rund 60 Einwohnerinnen und Einwohner nutzten die Gelegenheit, an verschiedenen Themeninseln konkrete Hinweise, Wünsche und Ideen einzubringen. Allein zum Themenbereich Verkehr, Mobilität und Straßenräume wurden dabei 64 Hinweise räumlich auf einem Gemeindeplan verortet.

Damit sind viele Anregungen aus der Bürgerschaft unmittelbar in die weitere Bearbeitung des Gemeindeentwicklungskonzepts eingeflossen.

Fünf Handlungsfelder für die Zukunft

Aus der Bestandsanalyse, der Auswertung des bisherigen GEK und der Bürgerbeteiligung wurden fünf zentrale Handlungsfelder für die weitere Gemeindeentwicklung abgeleitet:

1. Verkehr und Straßenräume Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Verbesserung der Verkehrssicherheit, zusätzliche Querungsmöglichkeiten, eine bessere Führung des Rad- und Fußverkehrs sowie die Aufwertung von Straßenräumen.
2. Gemeinschaft, Treffpunkte und Jugend Die Gemeinde möchte Möglichkeiten für Begegnung und gemeinschaftliches Leben weiterentwickeln. Dazu gehören unter anderem niedrigschwellige Treffpunkte sowie Bewegungs- und Freizeitangebote für Jugendliche. Auch die weitere Entwicklung des Areals „Alte Schule“ und die Prüfung einer multifunktionalen Veranstaltungsfläche sind Bestandteil des Maßnahmenprogramms.
3. Klima und Grünflächen Öffentliche Grün- und Freiräume sollen qualitativ weiterentwickelt und gleichzeitig besser an die Anforderungen des Klimawandels angepasst werden. Vorgesehen sind unter anderem klimaangepasste Straßenraumbegrünung sowie Verbesserungen beim Sonnenschutz an Straßen, Spielplätzen, am Altrheingraben und auf dem Rathausplatz.
4. Wohnen und Ortsentwicklung Eine bedarfsgerechte Wohnraumentwicklung bleibt ein wichtiges Zukunftsthema. Neben klassischen Wohnformen sollen insbesondere kleinere, barrierefreie und altersgerechte Wohnungen sowie unterschiedliche und generationenübergreifende Wohnformen stärker berücksichtigt werden.
5. Kommunale Infrastruktur und Daseinsvorsorge Öffentliche Einrichtungen sowie die technische und soziale Infrastruktur sollen langfristig funktionsfähig und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Dabei spielen unter anderem die Modernisierung kommunaler Gebäude, Energieeffizienz, Klimaanpassung sowie die Sicherung der Ver- und Entsorgung eine wichtige Rolle.

An Bewährtem anknüpfen – Neues entwickeln

Das neue Gemeindeentwicklungskonzept baut dabei auf den Entwicklungen der vergangenen Jahre auf. Mit der neuen Ortsmitte, dem Wohngebiet „Kleine Allmendteiler“, dem Seniorenzentrum und der Modernisierung der Rheinwaldschule konnten bereits wesentliche Projekte aus dem bisherigen GEK umgesetzt werden.

Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass nicht alle Ziele des bisherigen Konzepts vollständig erreicht werden konnten. Von insgesamt 16 Maßnahmen wurden sieben vollständig, vier teilweise und fünf noch nicht umgesetzt. Insbesondere bei Verkehr, Straßenraumgestaltung und Klimaanpassung bestehen weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten.

Ein Leitfaden für die kommenden Jahre

Das fortgeschriebene Gemeindeentwicklungskonzept ist dabei kein starres Programm, das sämtliche zukünftigen Entscheidungen vorwegnimmt. Vielmehr dient es als strategischer Leitfaden, der die verschiedenen Themen der Gemeindeentwicklung miteinander verbindet und eine gemeinsame Orientierung für Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft schafft.

Die formulierten Ziele und Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren Schritt für Schritt weiterverfolgt und – abhängig von den jeweiligen finanziellen, rechtlichen und tatsächlichen Rahmenbedingungen – umgesetzt werden.

Bürgermeister und Gemeinderat bedanken sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ihren Ideen, Anregungen und ihrer Zeit an der Fortschreibung beteiligt haben. Die zahlreichen Rückmeldungen zeigen, dass die weitere Entwicklung von Elchesheim-Illingen viele Menschen bewegt.

Mit der Verabschiedung des Gemeindeentwicklungskonzepts ist nun ein wichtiger Schritt getan. Die gemeinsame Aufgabe besteht darin, die darin formulierten Ziele mit Leben zu füllen und Elchesheim-Illingen auch in Zukunft als lebenswerte, attraktive und zukunftsfähige Gemeinde weiterzuentwickeln.